
Der
nächste Winter kommt bestimmt!
Seit der 49. Novelle der KDV
(Durchführungsverordnung zum Kraftfahrgesetz) profitieren Autofahrer, die
mit Spikereifen unterwegs sind: Die bei vorzeitigem Wintereinbruch wiederholt
Anlass zu Kritik gebende Regel" fällt, wonach "Genagelte" nur zwischen 15.
November und dem Montag nach dem Ostermontag verwendet werden dürfen.
Spikereifen sind nur noch
in den Sommermonaten Juni, Juli, August und September verboten!
Gespickt, aber richtig:
Spikes dürfen nur bei Kraftwagen mit einem höchsten zulässigen Gesamtgewicht
bis 3.500 kg und bei von diesen gezogenen Anhängern verwendet werden, deren
höchste zulässige Achsenlast je 1.800 kg nicht überschreitet. Spikes-Reifen
müssen auf allen Rädern, die Kräfte auf die Fahrbahn übertragen, verwendet
werden. Zieht ein Kraftwagen mit Spikes einen Anhänger, so muß auch der
Anhänger mit Spikes ausgerüstet sein. Anhänger mit Spikes dürfen jedoch
von Kraftwagen ohne Spikes gezogen werden. Spikes dürfen nicht mehr als
2 mm über die Lauffläche hinausragen. Spikes & Tempo: Die zulässige Höchstgeschwindigkeit
bei Verwendung von Spikes beträgt auf Freilandstraßen 80 km/h und auf Autobahnen
100 km/h.
Ein paar nützliche
Tipps aus meiner jahrelangen Erfahrung als Pannenhelfer:

Reifentests
sind eine aufwendige Sache. Laborprüfungen und Praxistests durch Experten
nehmen rund neun Monate in Anspruch. Das bedeutet, dass die Prüfung für die
nächstjährige Generation von Winterreifen bereits in wenigen Tagen startet.
. Viel wichtiger als das richtige Profil für Schneeunterlage ist die Mischung
des Gummis. Sommerreifen verhärten schon ab einer Temperatur von sieben Plusgraden,
während die spezielle Laufflächenmischung von Winterpneus auch noch bei Minusgraden
elastisch bleibt. Solche Bedingungen herrschen oft von Ende Oktober bis weit
in den April hinein. Winterreifen bringen schon auf trockener Fahrbahn unter
+ 5 bis + 10°C bessere Haftung auf der Fahrbahn. Verwenden Sie vier gleiche
"M&S"-Reifen mit mindestens vier Millimeter Profiltiefe, die maximal vier
Jahre alt sind. Beachten Sie beim Montieren, ob die Reifen eine bestimmte
Laufrichtung haben: Der Laufrichtungspfeil auf der Reifenflanke muss dabei
in die Drehrichtung der Räder während der Fahrt zeigen. Kontrollieren Sie
bei der nächsten Tankstelle den Luftdruck! Er liegt bei Winterreifen ca. 0,2
bar über dem Druck der Sommerreifen. Genaue Auskunft gibt auch hier die Betriebsanleitung.
Der richtige Lagerplatz für die Sommerreifen ist dann im Keller: Kühl, trocken,
fettfrei, sauber und möglichst ohne direkte Sonneneinstrahlung. Winterreifen-Verwendungspflicht
in Österreich Eine generelle Winterreifenpflicht gibt es in Österreich nicht.
Allerdings kann das Fahren mit Winterreifen für stark verschneite Bergstraßen
angeordnet werden. Auf die Winterreifenpflicht weist in der Regel ein Fahrverbotsschild
mit dem Zusatz "Ausgenommen Fahrzeuge mit Winterausrüstung" hin. Auch eine
Schneekettenpflicht wird durch entsprechende Verkehrszeichen angezeigt. Zahlt
die Versicherung bei einem Unfall mit Sommerreifen? Der geschädigte Dritte
erhält von der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung des Unfallgegners auf
jeden Fall den Schaden ersetzt, unabhängig davon, ob dem Schädiger seitens
seiner Haftpflichtversicherung die Verwendung von Sommerreifen trotz winterlicher
Bedingungen vorgeworfen werden kann. Ein Rückforderungsanspruch des Versicherers
an den schuldtragenden Lenker ist de facto nicht gegeben, da das österreichische
Kraftfahrrecht keine generelle Winterreifenpflicht kennt. Es ist somit nicht
verboten, auch bei extrem winterlichen Fahrverhältnissen mit normalen Sommerreifen
zu fahren. Wer mit Sommerreifen fährt, kann allein deswegen nicht bestraft
werden, bei einem Unfall kann sich die Kaskoversicherung allerdings leistungsfrei
erklären: Kaskoversicherungen kennen den Tatbestand der "groben Fahrlässigkeit",
und wenn eine solche im konkreten Fall nachgewiesen werden kann, ersetzt sie
den eigenen Schaden nicht. Auch die Gefahr, ein zivil- oder strafrechtliches
Mitverschulden angelastet zu bekommen, ist bei Verwendung von Sommerreifen
mehr gegeben als mit Winterreifen. Wer sein Fahrzeug lediglich mit Sommerreifen
ausgerüstet hat und auf rutschiger Fahrbahn mit einer derart mangelhaften
Bereifung unterwegs ist, muss daher nach ständiger Rechtsprechung diesem Umstand
zumindest durch besonders vorsichtige Fahrweise Rechnung tragen.
Die
Schneekette ist kein Ersatz für den Winterreifen, sondern eine Ergänzung
für Extremsituationen! Ketten dürfen das ganze Jahr verwendet werden – aber
nur dann, wenn die Fahrbahn durchgehend mit Schnee oder Eis bedeckt ist. Montieren
Sie die Ketten an den Antriebsrädern (bei Allradantrieb auf der gleichen Achse)!
Legen Sie die Ketten nicht erst an, wenn das Fahrzeug schon hängen geblieben
ist, sondern rechtzeitig und an einer geschützten Stelle. Befahren Sie Schnee-
oder Eisfahrbahnen mit Steigung oder Gefälle über 10% keinesfalls ohne Schneeketten,
auch nicht mit ABS-gebremsten oder vierradgetriebenen Fahrzeugen.

Richtiges Verhalten
bei NEBEL:
! Abblendlicht einschalten
! Nebelscheinwerfer und Schlussleuchten einschalten (mit Ausnahme bei Kolonnenverkehr)
! Möglichst weit rechts fahren
! Geschwindigkeit reduzieren und unbedingt der Sichtweite anpassen
! Schon vor der Nebelbank bremsen
! Abstand halten - mindestens 3 Sekunden bis zum Vordermann
! Rechtzeitig Scheibenwischer einschalten
! Besondere Vorsicht bei Baustellen: Markierungen und Verkehrsführungen können
bei Nebel schlecht erkennbar werden!


Winterreifen
verlieren bei einer Profiltiefe unter 4,0 mm ihre Wintertauglichkeit und gelten
vor dem Gesetz nicht mehr als Winterreifen. Das Mischen von Sommer- und Winterreifen
ist bei PKW und deren Anhänger grundsätzlich verboten.
Einfahren von Winterreifen: Besonders Winterreifen
sind mindestens 300 km bei reduzierter Geschwindigkeit auf trockener Fahrbahn
einzufahren, um die Laufflächenoberfläche anzurauhen. Bitte vermeiden Sie während
der Einfahrzeit scharfe Kurvenfahrten und extreme Bremsmanöver. Erst nach dem
oben beschriebenen Einfahrvorgang bringt ein neuer Winterreifen seine vorgesehene
Leistung und sein ganzes Leistungsvermögen. Damit erklärt sich auch, daß neue
Winterreifen vor dem ersten Schneefall montiert werden sollten, um so noch auf
trockener Fahrbahn die Laufflächenoberfläche anrauen zu können.
Nenngeschwindigkeiten: Für Winterreifen gelten andere, oft niedrigere
Höchstgeschwindigkeiten als für Sommerreifen. Achten Sie darauf, daß Sie die
zulässige Höchstgeschwindigkeit Ihrer Winterreifen kennen, und sich daran halten.
Richtiger Luftdruck für Winterreifen: Bitte erhöhen Sie bei Ihren Winterreifen
den Luftdruck um 0,2 bar.