Als Gieren wird das Drehen des Autos um die Hochachse bezeichnet. Dies kann man sich am einfachsten vorstellen, wenn man gedanklich eine lange Eisenstange von oben mittig durchs Autodach hindurch bis zum Boden steckt und das Auto um diese Stange dreht. Wenn nun beispielsweise das Heck des Wagens in einer Kurve nach außen driftet, bedeutet das für den Gierraten-Sensor, dass das Auto um die Hochachse dreht, sich also in Relation zur Kurve falsch verhält. Das System vergleicht zusätzlich die Geschwindigkeit an jedem einzelnen Rad, es weiß den Lenkeinschlag, es kennt den eingelegten Gang und das gerade gefahrene Tempo. Nun wird gerechnet, denn von allem gibt es einprogrammierte Sollwerte, die innerhalb von Millisekunden mit den Istwerten verglichen werden.
Untersteuernder PKW
Weichen diese um einen bestimmten Wert voneinander ab, heißt das für das Steuergerät "Alarm" und es wird der Befehl zum Einsatz des MASC gegeben. Der Computer nimmt augenblicklich das Gas zurück und bremst je nach Situation einzelne oder mehrere Räder ab. Die dadurch erzeugte Drehbewegung wirkt der Schleuderbewegung genau entgegen und stabilisiert dadurch das Auto. Geschwindigkeit und der dazu passende Kurvenradius stimmen wieder überein. Der Wagen bleibt in der Spur. Das alles geschieht in Sekundenbruchteilen, wesentlich schneller, als der Fahrer überhaupt reagieren könnte. Das MASC-System verhindert die Schleudertendenz schon im Ansatz. Ein ungeheurer Sicherheitsgewinn. Was MASC allerdings nicht kann, ist die physikalischen Gesetze außer Kraft setzen. Wenn die physikalischen Grenzen überschritten sind, dann kann auch die beste Elektronik nicht mehr helfen.
Übersteuernder PKW

 

ESP

 

Was ist ESP (elektronisches stabilitäts Programm) ?
Die Elektronik im Auto nimmt uns nicht nur viel Arbeit ab, senkt den Kraftstoffverbrauch und sorgt für sauberere Abgase, sondern sie bringt auch ein enormes Plus an Sicherheit mit sich. Man denke nur an die ABS-Bremse (Antiblockiersystem), die ab Ende der 80er-Jahre in immer mehr Fahrzeuge Einzug hielt und heute zur Standardausrüstung selbst bei Kleinwagen gehört. Mit den so genannten Radsensoren, die für das ABS notwendig sind, begann aber noch eine andere Erfolgsgeschichte, die des ESP, des Elektronischen Stabilitätsprogramms. Schon Ende der 80er-Jahre fing Mercedes an, in Zusammenarbeit mit Bosch ein System zu entwickeln, das in der Lage war zu erkennen, wann ein Auto von seiner Ideallinie abweicht. Beispielsweise, wenn es in einer zu schnell gefahrenen Kurve übersteuert, das heißt das Heck zum Außenrand der Kurve drängt. Ein im Grenzbereich typisches Fahrverhalten von Wagen mit Hinterradantrieb.

Das Gegenteil ist Untersteuern. Hier schiebt das Auto über das vordere äußere Rad zum Kurvenrand - typisch für den Frontantrieb. Auch bei schnellen Ausweichmanövern kann ein Auto leicht ins Schleudern geraten, was umso eher passiert, je glatter die Fahrbahn ist und je abrupter am Lenkrad gedreht wird. All dies zu erkennen ist die Aufgabe des ESP. Mitsubishi nennt sein selbst entwickeltes Antischleudersystem MASC (Mitsubishi Active Stability Control). Es ist ab sofort in jedem Mitsubishi Pajero GLS zu finden. Damit das elektronische System exakt "fühlt", in welchem momentanen Zustand sich das Auto befindet, reichen natürlich die Raddrehzahlsensoren des ABS längst nicht mehr aus. Eine der Hauptinformationen für das Steuergerät liefert der so genannte G-Sensor (Gierraten Sensor).

ÜBERSTEUERNDER PKW
UNTERSTEUERNDER PKW