Die häufigsten
im Kraftfahrzeug angewandten Antriebsmaschinen sind die Verbrennungskraftmaschinen.
Sie erzeugen ihre Leistung durch Wandlung der im Kraftstoff gebundenen chemischen
Energie in Wärme und durch Umsetzen dieser Wärme in mechanische Arbeit. Die
Umwandlung der chemischen Energie in Wärme erfolgt durch Verbrennung, die
Umsetzung der Wärmeenergie in mechanische Arbeit durch deren Übertragung
auf ein Arbeitsmedium, dessen Druck daraufhin ansteigt und bei der anschließenden
Expansion Arbeit leistet. Als Arbeitsmedien kommen Flüssigkeiten, die durch
Phasenumwandlung (Verdampfung) oder Gase, die durch Kompressibilität eine
Zunahme des Arbeitsdruckes erreichen, in Frage. Zur Verbrennung des meist
aus Kohlenwasserstoffen bestehenden Kraftstoffes wird Sauerstoff benötigt,
der normalerweise mit der Luft zugeführt wird. Findet die Verbrennung im Arbeitsraum
selbst statt, nennt man dies innere Verbrennung. Das Brenngas wird in diesem
Falle direkt als Arbeitsmedium verwendet. Findet die Verbrennung außerhalb
des Arbeitsraumes statt, handelt es sich um äußere Verbrennung. Soll die Abgabe
mechanischer Arbeit fortwährend erfolgen, so kann das nur durch einen entweder
zyklischen (Kolbenmotor) oder kontinuierlichen (Strömungsmaschine) Ablauf
von Wärmeaufnahme, Expansion (Arbeitsabgabe) und Rückführung des Arbeitsmediums
auf seinen Ausgangszustand erfolgen (Kreisprozeß).