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DAS DIFFERENTIALGETRIEBE

Das Differentialgetriebe ermöglicht unterschiedliche Raddrehzahlen bei Kurvenfahrten und sorgt für die gleichmäßige Verteilung der Antriebsmomente.

Bild: Europa-Lehrmittel
Bild: Europa-Lehrmittel
Bei Kurvenfahrten müssen die kurvenäusseren Räder des Kraftwagens einen längeren Weg zurücklegen als die inneren Räder. Deshalb ergeben sich für die Räder einer Achse unterschiedliche Raddrehzahlen. Auf einer Kehre wie im Bild oben, beträgt die Drehzahldifferenz zwischen kurvenäusseren Rad und kurveninneren Rad etwa 4 Umdrehungen.
Da die Antriebsräder gemeinsam z. B. über das Antriebskegelrad und Tellerrad angetrieben werden, dürfen sie nicht über eine starre Achse miteinander verbunden sein, da sie sonst nicht ohne Durchrutschen auf der Fahrbahn abrollen würden. Das Differential überträgt auf beide Antriebsräder gleich große Drehmomente, auch wenn sich das eine Antriebsrad schneller dreht als das andere. Die Größe des übertragenen Drehmoments wird dabei durch das Antriebsrad bestimmt, das die kleinere Haftung mit der Fahrbahn hat. Dreht ein Rad auf einer Eisglatte Fahrbahn durch, kann das andere Antriebsrad ebenso kein Drahmoment auf die Fahrbahn übertragen. Um diesen Effekt auszugleichen werden Ausgleichsgetriebe mit Differentialsperre eingebaut.