DIESELKRAFTSTOFFE

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Diesel besteht aus einer Vielzahl einzelner Kohlenwasserstoffe die durch stufenweise Destillation (180-360°C ) aus dem Rohöl gewonnen werden. Die Anforderungen an die Dieselkraftstoffe werden in Nationalen Normen festgelegt. Für Deutschland gilt DIN 51601.

Die wichtigsten Kenngrößen dieser Norm sind:

Cetanzahl (Zündwilligkeit)
Der Dieselkraftstoff muss sich nach dem Einspritzen in den heißen Brennraum nach einem kurzen Zündverzug selbst entzünden.
Zündwilligkeit ist die Fähigkeit in einem Dieselmotor die Selbstzündung einzuleiten.
Je höher die Cetanzahl (CZ) ist, umso leichter entzündet sich der Kraftstoff.
Cetan wird daher die Cetanzahl 100, dem zündträgen Methylnaphtalin die Cetanzahl 0 zugeordnet. Die DIN fordert für Dieselkraftstoffe eine mindescetanzahl von 45. Für den optimalen Betrieb moderner Motoren sind aber höhere Cetanzahlen um 50 notwendig.

Kälteverhalten, Filtrierbarkeit
Durch Ausscheidung von Paraffinkristallen bei Temperaturen um 0°C kann es zu Verstopfungen des Kraftstofffilters und zu Unterbrechungen in der Kraftstoffförderung kommen. Die Raffinierien setzen in den kalten Jahreszeiten dem Diesel sogenannte "Fliesverbesserer" zu die die Parafinausscheidung zwar nicht verhindern aber das Wachstum der Kristalle stark behindern.
Cetanzahl (Zündwilligkeit)
Kälteverhalten
Filtrierbarkeit
Flammpunkt
Siedebereich
Dichte
Schwefelgehalt
Additive

Flammpunkt
Flammpunkt ist dieTemperatur bei der eine brennbare Flüssigkeit soviel Dampf an die Luft abgibt, dass das über der Flüssigkeit stehende Luft-Dampf-Gemisch durch eine Zündquelle entflammt werden kann.
Diesel der Gefahrenklasse A III sollte einen Falmmpunkt über 55°C besitzen.
Eine Beimengung von weniger als 3% Ottokraftstoff kann den Flammpunkt so weit herabsetzen, dass eine Entflammung bei Zimmertemperatur möglich ist.

Siedebereich
Die Lage des Siedebereichs beeinflusst Kenngrößen, die für das Betriebsverhalten des Dieselkraftstoffes wichtig sind. Eine Ausweitung des Bereiches nach tieferen Temperaturen führt zwar zu einem kältegeeigneteren Kraftstoff, senkt jedoch seine Cetanzahl ab und verschlechtert vor allem die Schmiereigenschaften. Wird auf der anderen Seite die Temperatur erhöht, was wegen der besseren Rohölausnutzung wünschenswert ist, kann dies zu erhöhter Rußbildung und Düsenverkokung führen.
22. August 1934: Die erste österreichische wirtschaftliche Ölsonde geht in Produktion - Gösting 2, eine Bohrung nördlich von Zistersdorf im niederösterreichischen Weinviertel.
Dichte
Der Heizwert des Diesels ist abhängig von seiner Dichte. Höhere Dichte ist gleich höherer Heizwert aber auch erhöhte Rußbildung.
Schwefelgehalt
Da bei der Verbrennung im Motor der Schwefel zu Schwefeldioxid (SO²) umgesetzt wird, hat der Gesetzgeber den maximal zulässigen Schwefelgehalt begrenzt. Durch den Einsatz von Partikelfilter mit Nachverbrennung ist eine weiter Herabsetzung des Schwefelgehaltes notwendig.

Additive
Durch Additive werden nun auch bei Dieselkraftstoffen Qualtätsverbesserungen angestrebt. (Super - Diesel)
- Zündverbesserer heben die Cetanzahl und sorgen für einen ruhigeren Verbrennungsablauf
-Reinigungsadditive (detergents) verhindern die Einspritzdüsenverkokung
-Korrosionsinhibitoren vermeiden die Korrosion metallischer Teile
-Antischaummittel erleichtern den Tankvorgang.

Die Gesamtkonzentration der Additive liegt unter 0,1 Prozent, sodaß die physikalische Kenngröße des Kraftstoffes nicht verändert wird.

 

Pumpenbock Ist eine Bohranlage "fündig", wird das vorhandene Rohöl zu Tage gefördert. Wenn der Druck in der Lagerstätte zu gering ist, um von alleine an die Oberfläche zu kommen (eruptive Förderung), wird es durch Pumpenböcke (die bekannten "Pferdeköpfe") aus der Lagerstätte gepumpt.