COMMON - RAIL (gemeinsame - Schiene)


Eine elektrische Förderpumpe bringt
den Kraftstoff vom Tank durch eine Vorwärm-Einrichtung und den Filter zur
Hochdruckpumpe. Diese wird vom Motor angetrieben und pumpt den Kraftstoff
in die Hochdruckleitung.
Die Hochdruck-Einspritzleitung verbindet alle Injektor-Magnetventile.
Das Druckregelventil lässt überschüssigen Kraftstoff durch den Kraftstoffkühler
zum Tank zurückfließen. Über einen Drucksensor erhält das Steuergerät Signale
und steuert den Druck in der Hochdruckleitung. Für eine sichere Öffnung der
Magnetventile ist eine Steuerspannung von mind. 70 Volt erforderlich. Diese
wird durch Aufladung eines Kondensators im Steuergerät erreicht. Die kleinste
mögliche Einspritzmenge beträgt ca. 1 mm³. Zusätzlich zu Förderbeginn und
Fördermenge können auch die Abgasrückführung und der Ladedruck geregelt werden.
Durch kurzes Voreinspritzen von ca. 0,4 Millisekunden werden Temperaturanstieg
(Stickoxidausstoß) und Spitzendruck vermindert und der Arbeitsdruck auf den
Kolben hält länger an. Die Härte der Verbrennung und damit das Verbrennungsgeräusch
nehmen ab. Dies gilt in zunehmendem Maße für neuere Anlagen, bei denen die
Einspritzmenge in bis zu fünf Teilmengen aufgespalten wird. Gleichzeitig steigen
die Einspritzdrücke über 1600 bar. Dies hilft, neuere Emissionsvorschriften
zu erfüllen.
Der englische Begriff 'Common Rail'
bezieht sich auf die gemeinsame Hochdruck-Einspritzleitung, die alle Zylinder
versorgt.
Immer geringer werdende Abgasnormen bringen es mit sich, Systeme zu entwickeln,
die bei höherer Motorleistung geringere Schadstoff- und Geräuschemissionen
verursachen. Durch das Speichereinspritzsystem Common Rail ist man heute in
der Lage mit Einspritzdrücken von bis zu 1350 Bar in wenigen Millisekunden
den Motor mehrmals pro Arbeitstakt mit Kraftstoff zu versorgen. Durch die
Unabhängigkeit der Motordrehzahl, kann schon bei geringen Motorumdrehungen
der volle Einspritzdruck zum Einsatz gelangen. Der Kraftstoff kann direkt
in den Verbrennungsraum eingespritzt werden. Eine geringe Voreinspritzung
lässt den Kraftstoff langsam Verbrennen bis es zum vollen Druckanstieg
bei der Nachverbrennung kommt. Durch einen langsameren Druckanstieg entfällt
das typische Dieselnageln.
Die elekrtronische Regelung bringt bei gleichem Motorvolumen eine Leistungssteigerung
um mehr als 40%, weshalb gerade bei Fahrzeugtuning die Commonrail Systeme
sich besonderer Beliebtheit erfreuen.